Wohin geht die Zeitreise?

Der griechische Ausdruck topos bedeutet ursprünglich Ort, Landschaft oder Gegend. Dieser geografische Sinn wurde schon in der Antike ausgeweitet. So werden beispielsweise Ränge in sozialen Hierarchien oder die Argumentationsmuster zur Prüfung umstrittener Thesen ebenso als topoi bezeichnet wie wissenschaftliche Teildisziplinen. Diese Bedeutungsvielfalt zeigt, wie leicht sich räumliche Vorstellungen auf Bereiche, wie Begriffsbeziehungen, Herrschaftsverhältnisse, übertragen lassen, die zunächst keine räumliche Struktur aufzuweisen scheinen.

Die Frage, ob und in welcher Weise räumliche Ordnungen und Wissenssysteme sich gemeinsam und in wechselseitiger Abhängigkeit voneinander entwickelt und verändert haben, steht im Mittelpunkt der Forschungen des Exzellenzclusters Topoi. Der gemeinsam von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin getragene Cluster untersucht die Frage nach der Formation und Transformation von Raum und Wissen mit Blick auf die antiken. An Topoi sind gemeinsam mit den beiden Universitäten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, das Deutsche Archäologische Institut und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sowie weitere Partner beteiligt. Aus diesen Institutionen stammen WissenschaftlerInnen sehr unterschiedlicher Fächer: Geologie, Ur- und Frühgeschichte, Archäologie, Wissenschaftsgeschichte und Mathematik.

 

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http://www.topoi.org/