Wie viel Festplatte braucht 1 Megabyte?

Ein Computer aus Kreuzberg – der Z1: der Gedanke kommt ihm bei der täglichen Arbeit: Man müsste eine Maschine konstruieren, um stupide Standardberechnungen weitgehend zu automatisieren. Der Berliner Bauingenieur Konrad Zuse (1910-1995), war bei den Henschel-Flugzeugwerken in Berlin-Schönefeld mit Rechenproblemen befasst, die er zu vermeiden trachtete. Er entwickelt die Idee eines programmierbaren digitalen Rechners. Dabei sollen Eingabe und Ausgabe in dezimaler Form erfolgen, der Rechner aber nach dem dualen System arbeiten. Im Wohnzimmer seiner Eltern in Kreuzberg beginnt Zuse 1936 mit dem Bau seiner „Z1“, einem rein mechanisch arbeitenden Rechner. 1938 ist „Z1“ fertig gestellt. Auch wenn dieser Rechner alle Merkmale eines heutigen Computers erfüllt, ist er nur für kurze Zeit einsetzbar. Die mechanischen Teile halten den Anforderungen an einen Dauerbetrieb nicht stand. Sowohl die Stifte als auch die Metallplättchen seiner „mechanischen Relais“ verbiegen sich.

Der erste Computer läuft – der Z3. Ist die „Z1“ noch Versuchsmodell, so gelingt mit dem „Z3“ der erste funktionsfähige Rechner. Alle mechanischen Teile hat Zuse durch elektrische Relais ersetzt. Sie geben dem Rechner die notwendige Stabilität. 1940 gründet er die Firma „Zuse-Apparatebau Berlin“, die ein Jahr später, mit Unterstützung der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, seine „Z3“ fertig stellt. Die Z3 besitzt 600 Relais im Rechenwerk und 1.800 Relais im Speicherwerk. 1944 wird die Firma, samt aller Rechner, bei einem amerikanischen Luftangriff zerstört. Ein Nachbau befindet sich heute im Deutschen Museum München. Kurz nach Zuses Z3 werden in den USA die ersten programmgesteuerten Rechner gebaut. Die ENIAC verwendet an Stelle von Relais erstmals Elektronenröhren und Kondensatoren. 1945 wird ENIAC im Rahmen des Manhattan-Projekts für den Bau der ersten Atombombe eingesetzt.

Berlin ist Vize-Weltmeister: Während sich der Computer als Rechenmaschine, Schreibmaschine, Daten- und Bildspeicher auf virtuelle Welten beschränkt, beginnt mit der Robotik der unmittelbare Eingriff des Computers in die reale Welt. Erste Einsatzgebiete liegen im Bereich der Produktionstechnik, weitere folgen in der Medizin und beim Militär. Die Weltraumfahrt ist ohne Roboter kaum vorstellbar. Neue Entwicklungen sind auf Erleichterungen im Alltag gerichtet, im Haushalt ebenso wie bei Versorgungssystemen. Auch als Spielgerät findet neben dem Computer der Roboter Verbreitung, nicht nur bei Kindern. Alljährlich treten Roboter beim RoboCup, der Fußball-Weltmeisterschaft, an – je nach Robotergrößen in unterschiedlichen Ligen: drei gegen drei auf dem Spielfeld. 2008 werden die „FUmanoids“ Vize-Weltmeister in der Liga der humanoiden Roboter beim RoboCup in Graz. 2010 kämpfen die Roboter der Freien Universität (FU) Berlin in Singapur um den Titel.

 

Noch mehr Fragen? Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.fumanoids.de/de