Was wäre Hollywood ohne Mathe?

Keine animierten Filme ohne Mathe: Ohne Spezial-Effekte, die am Computer entstehen, sind aufwendige Kino- und Fernsehfilme heute kaum noch denkbar. Aber auch die Hersteller von Computerspielen brauchen diese Effekte, damit Superhelden durch die Luft fliegen, Zauberstäbe Funken sprühen oder Ungeheuer den Eindruck erwecken, als würden sie hier um die Ecke leben. Wie aber entstehen diese Fiktionen?

Dahinter steckt sehr viel Arbeit und Können, zunächst einmal von Mathematikern. Denn ohne Mathe geht auch hier gar nichts. Einer der Mathematiker, der diese positive „Effekthascherei“ besonders gut beherrscht, ist Konrad Polthier, Mitglied im DFG-Forschungszentrum MATHEON und Professor an der FU Berlin. Seine Aufgabe bei der Simulation realistisch wirkender Effekte ist die Verpackung physikalischer Methoden und Verfahren, die dann auf ganz beliebige Effekte anwendbar sind. Manche physikalischen Phänomene wie Wasser, Feuer oder Wind geben bis heute große Probleme auf. Aber auch hier gehören die Algorithmen von Konrad Polthier weltweit zu den besten, unschlagbar sind sie in der Schnelligkeit: Bei der Herstellung von Filmen ein erheblicher Kostenfaktor.

Das MATHEON ist ein Zusammenschluss von Mathematikerinnen und Mathematikern der drei Berliner Universitäten TU, FU und HU sowie dem Zuse- und dem Weiherstraß-Institut und ein weltweit anerkanntes Vorzeigeprojekt für angewandte Mathematik. Etwa 200 ForscherInnen arbeiten im MATHEON in ca. 80 Projekten aus den Bereichen Lebenswissenschaften, Optimierung von Netzen, Produktion, optische Komponenten, Finanzen, Visualisierung und Bildung.

 

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http://www.matheon.de/