





Humboldts Grüne Erben - Der Botanische Garten und das Botanische Museum in Dahlem 1910 bis 2010
23. April 2010 – 30. Januar 2011
Große Sonderausstellung zum Jubiläum im Botanischen Museum Berlin-Dahlem
Mit einer Sonderausstellung gedenken der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem ihrem bereits 100-jährigem Bestehen und Wirken am Standort Dahlem. Die Ausstellung „Humboldts Grüne Erben - Der Botanische Garten und das Botanische Museum in Dahlem 1910 bis 2010“ wird vom 23. April 2010 bis zum 30. Januar 2011 gezeigt. Spannendes aus der Erforschung des Pflanzenreiches und der Wissenschaftsgeschichte von Alexander von Humboldt bis heute wird vermittelt. Die Ausstellung ist zugleich Bestandteil des Berliner Wissenschaftsjahres 2010 und ein Beitrag für das von der UNESCO initiierte Internationale Jahr der biologischen Vielfalt. Die Ausstellungstexte sind Deutsch und Englisch.
Zwei besonders wertvolle und bemerkenswerte Ausstellungsstücke werden in der Ausstellung erstmals gemeinsam öffentlich gezeigt: Das Tagebuch der amerikanischen Reise und das Feldbuch von Alexander von Humboldt. Das Feldbuch, in dem Alexander von Humboldt und sein Reisepartner Aimé Bonpland alle Notizen und Beobachtungen zu den gesammelten Pflanzen vornahmen, ist eine Leihgabe aus dem Muséum National d’Histoire Naturelle in Paris. Das Tagebuch befindet sich in Privatbesitz. Seit Humboldt diese beiden Bücher selber in den Händen hielt, lagen sie nicht mehr nebeneinander. Öffentlich zu sehen waren beide gemeinsam noch nie.
Die Ausstellung zeigt, wie Humboldts Berliner Erben auf allen fünf Kontinenten weitergearbeitet haben und schildert schwerpunktmäßig das Jahrhundert 1910 bis 2010 in Dahlem. Sie vermittelt nicht nur einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit, sondern auch die Höhen und Tiefen, Brüche und Neuanfänge, der sich wandelnden öffentlichen Wahrnehmung und dem sich rasch verändernden Umfeld innerhalb der letzten 100 Jahre.
Ein „Grüner-Erben-Pfad“ leitet - zeitgleich zur Ausstellung im Botanischen Museum - zu den Pflanzen und Pflanzengruppen im Botanischen Garten, die mit Berliner Botanikern verbunden sind. Ein reichhaltiges Rahmenprogramm aus Führungen, Vorträgen und Kinderworkshops begleiten die Sonderausstellung während der gesamten Ausstellungsdauer.
Blaue Info-Treppe am Potsdamer Platz
Blaue Info-Treppe und Ausstellung zu den „Köpfen der Berliner Wissenschaften“ von Juni bis Oktober am Potsdamer Platz
Seit dem 2. Juni ist eine blaue Info-Treppe die zentrale Anlaufstelle für Informationen zum Berliner Wissenschaftsjahr 2010. Sie steht am Potsdamer Platz und wird von zwölf Ausstellungs-Stelen zu den „Köpfen der Berliner Wissenschaften“ begleitet.
Die innen und außen begehbare Treppe ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr für die Besucher geöffnet. Sie informiert über die zahlreichen Veranstaltungen der Jubilare und Partner des Jahres und lädt zum Verweilen sowie zum Ausblick von der oberen Plattform ein. Eine Panoramatafel erschließt hier auf sechs Meter Höhe die Lage zahlreicher Wissenschaftsstandorte und gibt die Entfernung vom Potsdamer Platz um jeweiligen Ort der Wissenschaft an.
Im Inneren der Treppe steht den Besuchern geschultes Infopersonal für Fragen zur Verfügung. Interessierte können sich die Materialien zu den aktuellen Veranstaltungen der über 70 Partnereinrichtungen sowie das neue Programmbuch für die 2. Hälfte des Wissenschaftsjahres mitnehmen. Inforadio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) lädt die Besucher außerdem zu Hörproben der täglichen Sendung zum Wissenschaftsjahr „quod erat demonstrandum“ ein, die an einer fest installierten Hörsäule abspielbar sind.
Die Treppe ist aber nicht nur eine wichtige Anlaufstelle für Informationen, wie zum Beispiel für die am Samstag, 5. Juni, stattfindende 10. Lange Nacht der Wissenschaften oder die zahlreichen Sommerangebote: sie wird auch selbst zum Veranstaltungsort.
Hier startet am 7. August 2010 der „Otto-Lilienthal-Papierflieger-Wettbewerb“. An diesem Tag im Jahr 1894 fand der erste dokumentierte Flug Otto Lilienthals statt. Unter der Leitung des amtierenden Weltmeisters im Papierfliegen, Kai Wicke, entstehen in einem Workshop für Groß und Klein professionelle Papierflieger, die von der Treppe aus Ihren Flug starten. Den Siegern winken Freikarten und Führungen für die Ausstellung „WeltWissen“ durch 300 Jahre Wissenschaftsgeschichte im Martin-Gropius Bau.
Bis zum 24. September wird die Infotreppe zu einem Wegweiser für die Ausstellung „WeltWissen“, in den nahe gelegenen Gropius Bau. Am 25. September erstrahlt sie in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Wissenschaftsjahr am „Tag der Energie“.
Die blaue Info-Treppe wurde ermöglicht durch die Kulturprojekte Berlin GmbH, die Einstein Stiftung Berlin und die Hauptstadtkampagne be Berlin, die von Berlin Partner durchgeführt wird.
Ausstellung „Köpfe der Berliner Wissenschaften“
In direkter Nachbarschaft zur Info-Treppe steht unter freiem Himmel die Ausstellung „Köpfe der Berliner Wissenschaften". Sie präsentiert auf zehn von insgesamt zwölf dreiseitigen Stelen ausgewählte Köpfe der Berliner Wissenschaften und deren wissen-schaftliche Errungenschaften – von Alexander von Humboldt über Lise Meitner, Otto Lilienthal, Rudolf Virchow bis Konrad Zuse. Die Stelen machen neugierig auf Orte, die für die Entwicklung der Stadt von Bedeutung sind und spiegeln die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Technik und Kunst in Berlin wider.
Gleichzeitig wird der Bogen zur Gegenwart geschlagen, die sich auf anschauliche Weise mit der Erlebniswelt des Betrachters verknüpft – Humanoide Roboter, die neue Zentral-bibliothek im Grimm-Zentrum oder die Entstehung des Airport Berlin-Brandenburg-International. Alle Personen und Themen werden mit leicht verständlichen Texten und Bildern vorgestellt.
Die elfte Stele weist auf Veranstaltungshöhepunkte im Berliner Wissenschaftsjahr hin, stellt die Jubilare vor und kündigt die Ausstellung „WeltWissen“ im Martin-Gropius-Bau (24.09.2010 - 09.01.2011) an. Die Einstein Stiftung Berlin macht auf der letzten Stele mit Grafiken und Zahlen deutlich, welche Bedeutung die Wissenschaft als Zukunftsfaktor für die lebendige Metropole Berlin hat. Die Stele zeigt Berlin als Stadt der Wissenschaft, der Forschung und der Ausbildung.
Die gleiche Ausstellung gibt es noch ein zweites Mal. Diese wandert durch die Berliner Bezirke und nach Potsdam. Sie wird an unterschiedlichen öffentlichen Orten wie Einkaufszentren, Bahnhofspassagen und Bibliotheken zu sehen sein. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der fünf Jubilare, der Einstein Stiftung Berlin und der Kulturprojekte Berlin GmbH anlässlich des Berliner Wissenschaftsjahres 2010.
Nächste Stationen der Wanderausstellung
(Stand 27. Juli 2010, Änderungen vorbehalten)
26.07. – 07.08. Rathauscenter Pankow
09.08. – 14.08. Der Clou, Scharnweberstraße 140
16.08. – 27.08. Spandauer Arcaden
13.09. – 24.09. EuropaCenter
08.10. - 16.10. Festwoche HCB
18.10. - 29.10. RingCenter, Frankfurter Allee 111
08.11. - 03.12. URANIA
06.12. – 23.12. Staatsbibliothek Potsdamer Straße
Eröffnung des neuen Ostflügels des Museums für Naturkunde
13. September 2010
Am 13. September 2010 wird der neue Ostflügel des Museums für Naturkunde zusammen mit der Ausstellung zum 200. Jubiläum des Museums feierlich eröffnet. Am Wochenende findet ein großes Museums- und Kinderfest für die Berliner und Ihre Besucher an.
Der Ostflügel wird nach über dreijähriger Bauzeit ein Gebäude der Superlative. Im Fokus steht die kompakte, konservatorisch optimale und der Brandsicherheit genügende Unterbringung der Sammlungen alkoholkonservierter Tiere. Es handelt sich um 257.000 Gläser und rund 80 t 70 %igen Ethanols, die auf über 10 km Regalbodenlänge in drei großen Sammlungssälen sowie in einem Großpräparateraum im Kellergeschoss untergebracht werden. Spinnen, Würmer, Krebse, Schnecken, Fische, Echsen, Frösche, und viele andere Tiergruppen, entdeckt und gesammelt von 1770 bis heute, werden im neuen Ostflügel eine Heimat finden. Klimatisierung und Kühlung sorgen für Brandsicherheit, die Verringerung der Verdunstungsrate und damit für die Reduzierung des stetigen Pflegebedarfs. Für den Notfall wird eine Gaslöschanlage zuständig sein. Enge Beziehungen bestehen zwischen den Arbeitsräumen der Mitarbeiter, den Laboren in den sanierten Kopfbauten des Ostflügels, der Sammlung im Neubaubereich und der Präparation im Dachgeschoss.
Das Konzept des Architekturbüros Diener&Diener für den im 2. Weltkrieg zerstörten Ostflügel ist außergewöhnlich. Es verbindet einen Zweckbau im Inneren mit behutsamer Restaurierung der Restfassade, Einbeziehung in den Ausstellungsrundgang im Erdgeschoss, und Barrièrefreiheit. Der Ostflügel wird kein Betonbunker, aber auch keine nostalgische Restauration des Vergangenen sein. Lassen Sie sich überraschen.
Festwoche der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
6.10. bis 15.10.2010
„Freiheit und Verantwortung von Wissenschaft“ – unter diesem Motto haben die drei Jubiläumsinstitutionen des Jahres 2010: Charité, Akademie der Wissenschaften und Humboldt-Universität die Initiative für das Berliner Wissenschaftsjahr 2010 ergriffen und im Geiste dieses Mottos steht auch die gemeinsame Festwoche im Oktober. Den Auftakt bildet ein Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler. Den Festvortrag hält der deutsch-amerikanische Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht. Am Abend laden die Jubilare zu einem öffentlichen Konzert mit der Uraufführung der „Kosmos-Hymne“ von Walther Steffens in der Philharmonie ein. Zäsuren bilden internationale Treffen wissenschaftlicher Akademien, Zukunftskonferenzen, Symposien, Ehrenpromotionen, Ausstellungsfinissagen und der Abschluss von Ringvorlesungen. Mit einer Kosmos-Lesung im Maxim Gorki-Theater und einem Empfang des Präsidenten der Humboldt-Universität endet die Woche.
Weitere Informationen unter: www.bbaw.de; charite300.charite.de; www.hu200.de
http://www.bbaw.de/http://charite300.charite.de/http://www.hu200.de/
5. Benefizkonzert des World Doctors Orchestra im Rahmen des World Health Summit in Berlin
11. Oktober 2010
Schirmherrschaft: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy
Das World Doctors Orchestra (WDO) wurde 2007 von Prof. Stefan Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin der Berliner Charité, gegründet. Die rund einhundert Ärztinnen und Ärzte, die meisten mit professionellem musikalischen Hintergrund, praktizieren weltweit in über 20 Ländern. Mehrmals im Jahr trifft sich das Ensemble zu mehrtätigen intensiven Proben für ein Benefizkonzert in den Konzerthallen internationaler Metropolen. Die ambitionierten Musiker, die ihre Unkosten für Reise und Unterkunft selber tragen, setzen sich mit ihrem außergewöhnlichen Engagement ideell und finanziell dafür ein, eine von nationalen Grenzen und politischen oder wirtschaftlichen Interessen unabhängige medizinische Versorgung der gesamten Weltbevölkerung zu realisieren. Stefan Willich ist neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer als Dirigent und Kammermusiker tätig. Er studierte Violine und Dirigieren in Stuttgart und Berlin. Es folgten Meisterkurse bei Sergiu Celibidache in München, Leon Fleisher in Boston/Tanglewood und Leon Barzin in Paris.
Die bisherigen Projekte fanden in Berlin, Cleveland (USA) und Armenien statt, zukünftige Konzerte sind bereits in Taiwan, USA, China und Südafrika geplant. Das 5. Benefizkonzert findet im Rahmen des 2. World Health Summit und der Feierlichkeiten zum 300jährigen Bestehen der Charité Berlin statt, in Zusammenarbeit mit einem der führenden Chöre und weltbekannten Solisten.
Montag, 11. Oktober 2010 um 20 Uhr, Konzerthaus am Gendarmenmarkt
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 9
World Doctors Orchestra
Dirigent: Stefan Willich
Philharmonischer Chor Berlin
Einstudierung: Jörg-Peter Weigle
Anja Kampe, Sopran
Simone Schröder, Alt
Endrick Wottrich, Tenor
Falk Struckmann, Bass
Die Erlöse des Konzertabends kommen zwei medizinischen Hilfsprojekten zugute, zum einen der „Hugo-Tempelman-Stiftung“, die im südafrikanischen Township Elandsdoorn medizinische und soziale Betreuung für rund 160.000 Menschen unterstützt und zum anderen einem lokalen sozialmedizinischen Projekt in Berlin.
Die Konzertreihe wird finanziell von internationalen und lokalen Sponsoren unterstützt. Eintrittskarten zwischen 10 und 50 Euro sind ab Sommer 2010 im Vorverkauf erhältlich.
WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin, Martin-Gropius-Bau
24. September 2010 bis 9. Januar 2011
Die Ausstellung „WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin bildet den Höhepunkt des Berliner Wissenschaftsjahres 2010. Berlin präsentiert sich mit dieser ersten Gesamtberliner Wissenschaftsausstellung seit der Wiedervereinigung als innovative, weltoffene und ihrer wechselhaften Geschichte bewusste Wissenschaftsmetropole. Anhand konkreter und höchst lebendiger Geschichten und Biografien von Objekten, Forschenden und Institutionen gibt sie Einblicke in den wissenschaftlichen Betrieb. Sie zeigt die Geschichte wegweisender Erfindungen und Errungenschaften aus Berlin, veranschaulicht, wie Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten, wie sie sich international vernetzen, die Grenzen ihrer Fächer sprengen und dabei Berlin zu einer Wissenschaftsmetropole entwickelt haben - mit einer Vielzahl wissenschaftlicher Institutionen, Forschungseinrichtungen und Museen. Die Ausstellung stellt die Berliner Wissenschaften aber auch in Bezug zur Welt: Denn erst im dynamischen Wechselspiel von lokaler Prägung und weltweiter Vernetzung wird in Berlin seit 300 Jahren Wissen über die Welt hervor- und in die Welt gebracht.
Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und der Max-Planck-Gesellschaft. Partner sind: die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin, das Museum für Naturkunde Berlin, die Staatliche Museen zu Berlin und das Deutsches Museum München. Die Ausstellung wird aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gefördert.
Ein didaktisches Programm für Kinder und Jugendliche begleitet die Ausstellung. Weitere Informationen unter www.weltwissen-berlin.de.
Eine Zusammenfassung des Angebotes finden Sie auch hier.